florian|gasser

Jack Kerouac gehört gelesen

Oktober 22, 2007 · 1 Kommentar

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Gestern jährte sich zum 38. Mal der viel zu frühe Tod des genialen Beat-Autors Jack Kerouac. Nein, keine Arte-Themenabende und keine Ö1-Sondersendung – leider. Darauf werden wir wohl bis 2009 warten müssen. Schade eigentlich. Genauso wie der Umstand, dass seine Bücher, genau wie die anderen der Beatnik-Autoren, so gut wie gar nicht mehr gelesen werden. Bücher wie “On the road” oder “Maggie Cassidy” bringen dem Leser Amerika vermutlich näher, als es drei cultural studies Seminare der örtlichen Universität vermögen. Wie gesagt: Hoffen wir auf 2009!

“It was an ordinary bus trip with crying babies and hot sun. and counterfolk getting on at one Penn town after another, till we got on the plain of Ohio and really rolled, up by Asthabula and straight across Indiana in the night. I arrived in Chi quite early in the morning, got a room in the Y, and went to bed with a very few dollars in my pocket. I dug Chicago after a good day’s sleep.” (On the road)

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Studieren und Protestieren in Simbabwe

Oktober 19, 2007 · Kommentar schreiben

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Schon seit längerem halte ich Kontakt zu einigen Oppostionellen in Simbabwe. Unter ihnen auch Clever Bere, einer der führenden Köpfe der Zimbabwe National Students Union. Letzte Woche hat er sich zu einem längeren Gespräch über die Lage der Studierenden sowie der Mugabe-Gegner bereit erklärt. Bei dieser Gelegenheit erzählte er mir über Folterungen in Gefängnissen, Lernen ohne Strom und Nahrung sowie seine Hoffnung darauf, dass Simbabwe bald wieder zur Perle Afrikas wird. Nachzulesen ist das ganze Interview auf OneWorld.at: Hoffen auf das Ende der “Robert Mugabe-Zerstörungs-Ära”.

Im Folgenden einige kurze Auszüge aus dem Gespräch:

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OneWorld: Schafft es das Bildungssystem Simbabwes eine halbwegs gute Ausbildung zu bieten?
Clever Bere: Nein. Die Umstände sind dafür nicht sehr förderlich. Die Vortragenden streiken ständig und manche Studierende müssen oft tagelang ohne Wasser, Nahrung und Elektrizität auskommen. Die Bücher sind zudem veraltet und es gibt nur sehr wenig Computer. Sollte sich nicht bald etwas ändern, werden die Unis nur mehr halbgare Absolventen hervorbringen.

One World: Es wird in den Medien viel über den Sicherheitsdienst von Robert Mugabe berichtet. Haben Sie Erfahrungen damit gemacht? Fühlen Sie sich durch ihn bedroht?
Clever Bere: Ich war bei mehreren Gelegenheiten Opfer von Mugabe’s brutalen Agenten der Staatssicherheit. Im Jänner 2007 wurde ich gemeinsam mit Promise Mkwananzi, dem Präsidenten der ZINASU, dessen Generalsekretär, Beloved Chiweshe und sieben weiteren Studierenden verhaftet. Wir wurden in einen Wildpark in Matopo gebracht wo wir wie Müll abgeladen worden sind. Das war kurz, nachdem wir das Programm „Save our Education, save our future campaign“ gestartet hatten. Wir mussten viele Kilometer zu Fuß gehen, um schließlich von jemandem Hilfe zu bekommen. Auch haben Mitglieder der gefürchteten Central Intelligents Organisation (CIO) bereits mehrere Male meine Wohnung durchsucht. Zudem wurde ich schon öfters, aus unsinnigen Gründen, verhaftet. In den schmutzigen und kleinen Zellen wurde ich mehrfach gefoltert und mit dem Tod bedroht.

OneWorld: Wo sehen sie Simbabwe in sagen wir fünf Jahren?
Clever Bere: Simbabwe wird Schulter an Schulter gehen mit den besten Ländern Afrikas. Ich sehe ein verjüngtes Simbabwe. Ich bin sehr optimistisch.

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Raus mit den Kindern!?

Oktober 16, 2007 · Kommentar schreiben

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“Wir sind hier kein Kindergarten”, mit diesen Worten wurde ich mit einer Bekannten und deren Kind (sechs Monate) aus einem altehrwürdigen Wiener Kaffeehaus am Stubentor verbannt. Zugegeben, der kleine Mann war etwas unzufrieden und tat diesen seelischen Zustand auch auf die Art wie es eben Kleinkinder tun, kund. Ja, auch mich stören schreiende Kinder manchmal. Genauso wie mich bellende oder sonst lästige seiende Hunde stören. Oder Zigarren/Zigaretten… – rauch. Aber auch laut parlierende Endsechziger und schlechte Straßenmusikanten gehen mir zeitweise auf den Geist. Wenn ich das alles jedoch nicht in Kauf nehmen will, dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als zu Hause zu bleiben. Verlasse ich meine eigenen vier Wände, muss ich mich damit abfinden, dass auch andere Menschen, darunter auch sehr kleine, ihren Interessen nachgehen – sei das nun Schreien oder Nasenbohren.

Wie die Tageszeitung der Standard heute berichtet, verfolgt ein bayrischer Wirt nun das Konzept eines kinderfreien Lokals. Ob das nun gut oder schlecht sei, diskutieren Birgit Baumann und Karin Bauer. Für den netten bayrischen Wirt hätte ich übrigens einen Erweiterungsvorschlag für sein Konzept: Alte Leute, die bereits so richtig voller Falten sind und den Gästen am Nachbartisch die Endlichkeit des Lebens damit auf grausame Art und Weise vor Augen führen, sollten in einem Lokal von Welt nichts zu suchen haben. Wohin so etwas letztlich führt …

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“Dort, wo du nicht zu fett oder zu betrunken sein kannst” (Homer Simpson)

Oktober 16, 2007 · Kommentar schreiben

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Alaska gilt als ziemlich uncooler US-Bundesstaat. Strafversetzungen dorthin in Filmen führen bei den Betroffenen nicht selten zu Heulattacken. Doch eigentlich ist es im hohen Norden gar nicht so uninteressant wie oft suggeriert wird. Und das nicht nur, weil der Simpsons Film Alaska in seinen Mittelpunkt gestellt hat. Anlässlich des 140. Jahrestages des Verkaufs des Landes von Russland an die USA habe ich mit einigen Leuten von dort gesprochen: darunter eine Indigenenvertreterin, ein Künstler und der Bürgermeister von Juneau, der Hauptstadt des Staates. Nachlesen kann man das Ganze hier.

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Der Kalte Krieg als Gesamtdarstellung

Oktober 10, 2007 · Kommentar schreiben

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Hier noch ein Artikel, auf den nicht mehr auf pnetz.org hingewiesen werden konnte: Fast jeder ist ein Zeitzeuge des Kalten Krieges und hat seine eigene kleine Geschichte davon zu erzählen. Umso spannender, sich historisch und nüchtern mit dieser Zeit auseinanderzusetzen. Der Potsdamer Historiker Bernd Stöver hat vor kurzem eine Monographie zu dem Thema veröffentlicht: “Der Kalte Krieg 1947-1991. Geschichte eines radikalen Zeitalters”. Im Interview spricht er darüber, warum es sich, trotz der bereits Regalkilometer füllenden Veröffentlichungen, lohnt ein neues Werk darüber zu verfassen, vor allem eines, das versucht eine Gesamtdarstellung zu sein, und bist dato auch unterrepräsentierte Themen zu beleuchten versucht. Und bei einer Frage ist sich Stöver ganz sicher: “Der Kalte Krieg war sicher kein langer Frieden”

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Achtzig Jahre und kein bisschen leise

Oktober 9, 2007 · Kommentar schreiben

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Es ist einem nicht jeden Tag vergönnt, mit wohl einem der wichtigsten österreichischen Physiker zusammenzusitzen. Markus Peyerl und meine Wenigkeit trafen letzte Woche einen davon: Walter Thirring. Er ist der Sohn von Hans Thirring der bekannt ist, für die Entdeckung des Lense-Thirring-Effekts und des Thirring-Plans zur einseitigen Abrüstung. Im Gespräch in gemütlicher Atmosphäre erzählte er uns über das Dilemma in dem Einstein steckte, wie sein Vater als Politiker Zeit “verplemperte” und, dass er noch immer jeden Tag vier Stunden Orgel spielt. Das ganze Interview ist hier nachzulesen.

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Irak und Kenia – ein Nachtrag

Oktober 8, 2007 · Kommentar schreiben

Ich möchte hier auf zwei kürzlich erschienen Artikel hinweisen, die es aufgrund der technischen Probleme nicht mehr auf den alten Blog geschafft haben:

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Zuerst ein Interview mit einem amerikanischen Soldaten, der aus dem Irak mit Posttraumatischen Belastungsstörungen zurückkehrte. 2003 meldete sich Craig Smith noch freiwillig für den Einsatz, überzeugt, Saddam Hussein wäre für die Anschläge vom 11. September verantwortlich. Heute ist er in der Antikriegsbewegung engagiert und erzählt im Gespräch über seine Probleme im täglichen mit der psychischen Erkrankung – “Sie waren wie Todesgeister”

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Der zweite Beitrag beschäftigt sich mit der derzeitigen politischen Situation in Kenia. Im September werden in dem ostafrikanischen Land sowohl Präsident als auch das Parlament neu gewählt. Die Parteienlandschaft hat sich seit den letzten Wahlen grundlegende geändert. Wer mit wem gegen wen und was eine “drama queen” damit zu tun hat, habe ich versucht in folgendem Artikel herauszuarbeiten: Drama Queen als Joker.

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Alles neu – sichtweise.pnetz.org ist eingeschlafen

Oktober 8, 2007 · Kommentar schreiben

Tja, so kanns gehen: pnetz.org hat den Geist aufgegeben und wird so schnell auch nicht aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Traurig aber wahr. Ob die Daten noch zu retten sind, wird derzeit gecheckt. Wenn ja, dann werden die alten Einträge schön langsam auf den hier zum Leben erweckten neuen Sichtweise-Blog transferiert. Neue Einträge werden von nun ab hier zu lesen sein.

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