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Studieren und Protestieren in Simbabwe

Oktober 19, 2007 · Kommentar schreiben

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Schon seit längerem halte ich Kontakt zu einigen Oppostionellen in Simbabwe. Unter ihnen auch Clever Bere, einer der führenden Köpfe der Zimbabwe National Students Union. Letzte Woche hat er sich zu einem längeren Gespräch über die Lage der Studierenden sowie der Mugabe-Gegner bereit erklärt. Bei dieser Gelegenheit erzählte er mir über Folterungen in Gefängnissen, Lernen ohne Strom und Nahrung sowie seine Hoffnung darauf, dass Simbabwe bald wieder zur Perle Afrikas wird. Nachzulesen ist das ganze Interview auf OneWorld.at: Hoffen auf das Ende der „Robert Mugabe-Zerstörungs-Ära“.

Im Folgenden einige kurze Auszüge aus dem Gespräch:

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OneWorld: Schafft es das Bildungssystem Simbabwes eine halbwegs gute Ausbildung zu bieten?
Clever Bere: Nein. Die Umstände sind dafür nicht sehr förderlich. Die Vortragenden streiken ständig und manche Studierende müssen oft tagelang ohne Wasser, Nahrung und Elektrizität auskommen. Die Bücher sind zudem veraltet und es gibt nur sehr wenig Computer. Sollte sich nicht bald etwas ändern, werden die Unis nur mehr halbgare Absolventen hervorbringen.

One World: Es wird in den Medien viel über den Sicherheitsdienst von Robert Mugabe berichtet. Haben Sie Erfahrungen damit gemacht? Fühlen Sie sich durch ihn bedroht?
Clever Bere: Ich war bei mehreren Gelegenheiten Opfer von Mugabe’s brutalen Agenten der Staatssicherheit. Im Jänner 2007 wurde ich gemeinsam mit Promise Mkwananzi, dem Präsidenten der ZINASU, dessen Generalsekretär, Beloved Chiweshe und sieben weiteren Studierenden verhaftet. Wir wurden in einen Wildpark in Matopo gebracht wo wir wie Müll abgeladen worden sind. Das war kurz, nachdem wir das Programm „Save our Education, save our future campaign“ gestartet hatten. Wir mussten viele Kilometer zu Fuß gehen, um schließlich von jemandem Hilfe zu bekommen. Auch haben Mitglieder der gefürchteten Central Intelligents Organisation (CIO) bereits mehrere Male meine Wohnung durchsucht. Zudem wurde ich schon öfters, aus unsinnigen Gründen, verhaftet. In den schmutzigen und kleinen Zellen wurde ich mehrfach gefoltert und mit dem Tod bedroht.

OneWorld: Wo sehen sie Simbabwe in sagen wir fünf Jahren?
Clever Bere: Simbabwe wird Schulter an Schulter gehen mit den besten Ländern Afrikas. Ich sehe ein verjüngtes Simbabwe. Ich bin sehr optimistisch.

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„Dort, wo du nicht zu fett oder zu betrunken sein kannst“ (Homer Simpson)

Oktober 16, 2007 · Kommentar schreiben

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Alaska gilt als ziemlich uncooler US-Bundesstaat. Strafversetzungen dorthin in Filmen führen bei den Betroffenen nicht selten zu Heulattacken. Doch eigentlich ist es im hohen Norden gar nicht so uninteressant wie oft suggeriert wird. Und das nicht nur, weil der Simpsons Film Alaska in seinen Mittelpunkt gestellt hat. Anlässlich des 140. Jahrestages des Verkaufs des Landes von Russland an die USA habe ich mit einigen Leuten von dort gesprochen: darunter eine Indigenenvertreterin, ein Künstler und der Bürgermeister von Juneau, der Hauptstadt des Staates. Nachlesen kann man das Ganze hier.

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Der Kalte Krieg als Gesamtdarstellung

Oktober 10, 2007 · Kommentar schreiben

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Hier noch ein Artikel, auf den nicht mehr auf pnetz.org hingewiesen werden konnte: Fast jeder ist ein Zeitzeuge des Kalten Krieges und hat seine eigene kleine Geschichte davon zu erzählen. Umso spannender, sich historisch und nüchtern mit dieser Zeit auseinanderzusetzen. Der Potsdamer Historiker Bernd Stöver hat vor kurzem eine Monographie zu dem Thema veröffentlicht: „Der Kalte Krieg 1947-1991. Geschichte eines radikalen Zeitalters“. Im Interview spricht er darüber, warum es sich, trotz der bereits Regalkilometer füllenden Veröffentlichungen, lohnt ein neues Werk darüber zu verfassen, vor allem eines, das versucht eine Gesamtdarstellung zu sein, und bist dato auch unterrepräsentierte Themen zu beleuchten versucht. Und bei einer Frage ist sich Stöver ganz sicher: „Der Kalte Krieg war sicher kein langer Frieden“

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Achtzig Jahre und kein bisschen leise

Oktober 9, 2007 · Kommentar schreiben

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Es ist einem nicht jeden Tag vergönnt, mit wohl einem der wichtigsten österreichischen Physiker zusammenzusitzen. Markus Peyerl und meine Wenigkeit trafen letzte Woche einen davon: Walter Thirring. Er ist der Sohn von Hans Thirring der bekannt ist, für die Entdeckung des Lense-Thirring-Effekts und des Thirring-Plans zur einseitigen Abrüstung. Im Gespräch in gemütlicher Atmosphäre erzählte er uns über das Dilemma in dem Einstein steckte, wie sein Vater als Politiker Zeit „verplemperte“ und, dass er noch immer jeden Tag vier Stunden Orgel spielt. Das ganze Interview ist hier nachzulesen.

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Irak und Kenia – ein Nachtrag

Oktober 8, 2007 · Kommentar schreiben

Ich möchte hier auf zwei kürzlich erschienen Artikel hinweisen, die es aufgrund der technischen Probleme nicht mehr auf den alten Blog geschafft haben:

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Zuerst ein Interview mit einem amerikanischen Soldaten, der aus dem Irak mit Posttraumatischen Belastungsstörungen zurückkehrte. 2003 meldete sich Craig Smith noch freiwillig für den Einsatz, überzeugt, Saddam Hussein wäre für die Anschläge vom 11. September verantwortlich. Heute ist er in der Antikriegsbewegung engagiert und erzählt im Gespräch über seine Probleme im täglichen mit der psychischen Erkrankung – „Sie waren wie Todesgeister“

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Der zweite Beitrag beschäftigt sich mit der derzeitigen politischen Situation in Kenia. Im September werden in dem ostafrikanischen Land sowohl Präsident als auch das Parlament neu gewählt. Die Parteienlandschaft hat sich seit den letzten Wahlen grundlegende geändert. Wer mit wem gegen wen und was eine „drama queen“ damit zu tun hat, habe ich versucht in folgendem Artikel herauszuarbeiten: Drama Queen als Joker.

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